Liquidation: Auflösungsbeschluss und Gläubigeraufruf, Sperrjahr, laufende Kosten für Buchführung, Abschlüsse und Steuerberatung, meist 12 bis 18 Monate (Richtwert). Die Erlaubnis geht verloren.
Verkauf: Richtwert 30.000 bis 90.000 Euro, oft 4 bis 8 Wochen bis zum Notar (Richtwert). Der Käufer übernimmt die Gesellschaft, der Wechsel wird bei der Bundesagentur für Arbeit angezeigt.
Checkliste Sell-Stopper: DRV- und BA-Prüfbescheide, Corona-Hilfen, Gesellschafterdarlehen, offene Verbindlichkeiten, Steuerbescheide, Erlaubnis-Auflagen.
Häufige Fragen
Was ist ein GmbH-Mantel mit AÜG-Erlaubnis wert?
Als Richtwert aus der Praxis liegen ruhende Zeitarbeits-GmbHs mit Erlaubnis meist zwischen 30.000 und 90.000 Euro. Unbefristete Erlaubnis, saubere Prüfbescheide und keine Altlasten ziehen den Preis nach oben. Ein fester Preis ist das nicht, das hängt am Einzelfall und am Käufer.
Wie lange dauert der Verkauf einer ruhenden GmbH?
Wenn die Unterlagen stehen, oft vier bis acht Wochen bis zum Notar. Das ist ein Richtwert. Eine Liquidation dauert wegen des Sperrjahres dagegen meist zwölf bis achtzehn Monate.
Bleibt die AÜG-Erlaubnis beim Verkauf erhalten?
Die Erlaubnis hängt an der Gesellschaft. Beim Verkauf der Anteile bleibt sie in der GmbH. Der Wechsel von Gesellschaftern und Geschäftsführung muss der Bundesagentur für Arbeit angezeigt werden, die neuen Personen werden geprüft.
Was sind typische Sell-Stopper?
Offene Punkte aus DRV- oder BA-Prüfungen, nicht geklärte Corona-Hilfen, Gesellschafterdarlehen, offene Verbindlichkeiten, fehlende Steuerbescheide und Auflagen in der Erlaubnis. Je früher Du das klärst, desto glatter läuft der Verkauf.
Wann lohnt sich Liquidieren statt Verkaufen?
Wenn die Erlaubnis erloschen ist oder die Gesellschaft Altlasten hat, die kein Käufer übernehmen möchte. Sonst lohnt sich ein Blick auf den Verkauf fast immer. Lass uns mal gucken, was bei Dir passt.
