Das Wichtigste in Kürze
- Der xPositioner bündelt ATS, CRM, Multiposting, Stellen-Crawler, Kunden-Recherche, WhatsApp-Bot und Zeiterfassung in einem einzigen Board — statt fünf, sechs Einzeltools.
- Kandidatenprofile werden in rund 20 Sekunden pro Kunde individuell generiert, statt wie früher 20 bis 60 Minuten pro Profil zu brauchen.
- In der Beta-Phase kostet das Tool 250 Euro pro Monat, inklusive KI-Nutzung und monatlich kündbar. Das bestehende ERP-System muss nicht abgelöst werden.
- Ein KI-Chatbot auf WhatsApp antwortet Bewerbern 24/7, legt sie direkt im System an und vergibt Termine — auch um 22 Uhr am Sonntag.
- Patrick Knaisch, Entwickler und Gründer, richtet das Tool persönlich ein (Stundensatz 70 Euro) und schult Dein Team in rund einer Woche auf Flughöhe.
Mal ehrlich: Wenn Du in der Zeitarbeit arbeitest, kennst Du das Spiel. Drei Bildschirme, fünf Tools, dieselben Daten dreimal eingetippt — und am Ende weißt Du trotzdem erst in acht Wochen, ob Deine Niederlassung wirklich gut gearbeitet hat. Genau an diesem Punkt setzt der xPositioner an. In Teil 2 des Podcast-Gesprächs mit Patrick Knaisch, Entwickler und Gründer des Tools, geht es um die konkreten Szenen aus dem Alltag: der Montagmorgen in der Disposition, der Bewerber um 22 Uhr, der Preis. Ich bin da jetzt seit zwei Jahren nah dran, war selbst in der KI-Masterclass mit Patrick — und ich sage ganz ehrlich: Was hier läuft, ist in der Branche so noch nicht da.
Warum ein Tool statt fünf — und was der xPositioner wirklich kann
Patrick bringt es in einem Satz auf den Punkt: „Der kann alles in der Zeitarbeit außer Abrechnung.” Und das meint er nicht als Marketing-Spruch. Der xPositioner schreibt Stellen aus, nimmt Kunden auf, findet neue Kunden passend zu den Stellen, recherchiert eigenständig über Unternehmen, generiert und verschickt Kandidatenprofile, hat ein vollständiges CRM mit Erinnerungen für den Disponenten — und endet erst bei der Zeiterfassung, wo eine CSV-Datei ins ERP-System übergeben wird.
Patricks Antrieb kommt aus eigener Prokuristen-Erfahrung. ERP-Systeme von 1995, 1000 Felder, Papierlebensläufe scannen, Kandidat zehnmal nachtelefonieren wegen der Handynummer. Und das Schlimmste: „Du weißt eigentlich gar nicht, was in den Niederlassungen draußen los ist, weil wenn die heute gut arbeiten, dann fakturieren wir frühestens in acht Wochen.” Diese Blackbox wollte er auflösen — erst für vier eigene Standorte, jetzt als Webanwendung für die ganze Branche.
Montagmorgen in der Disposition: so läuft es mit dem xPositioner
Kennst Du das? Montag 6 Uhr, der neue Staplerfahrer taucht nicht auf. Freitagabend hast Du mit der Personalerin extra länger gewartet, Blue Ink unterschrieben — und dann der Anruf vom Kunden. Früher hieß das: ATS öffnen, ERP öffnen, zwei Pipelines durchtelefonieren, hoffen.
Mit dem xPositioner tippst Du oben „Stapler” ein und siehst in einer Liste alle Staplerfahrer aus Deinem Bestand, Deinen ehemaligen Mitarbeitern und Deiner Kandidaten-Pipeline. Du kannst filtern nach Schicht, Umkreis, Qualifikation — oder Du fragst die KI direkt, die sucht noch besser. Dann Haken dran, Massen-WhatsApp raus: „Hast Du Bock, in drei Minuten anzufangen?”
Im Kern ist das Ganze ein Board: Kandidaten links, Kunden rechts, Anfragen in der Mitte. Du ziehst einen Kandidaten auf einen Kunden, wählst „Profil erstellen und schicken” — fertig. Was früher doppelt eingetippt werden musste, läuft jetzt per Drag-and-Drop. Übrigens: Google Maps auf Dein Gewerbegebiet zoomen, Einträge einfach auf die App ziehen, Kunde angelegt. Gebietserkundung, nur digital.
Der Bewerber um 22 Uhr: KI-Chatbot auf WhatsApp
Jetzt kommt der Punkt, der mich wirklich flasht. Bewerbungen auf Social Media sind ein Rennen gegen die Zeit — je später Du antwortest, desto unwahrscheinlicher die Einstellung. Der xPositioner bringt zwei WhatsApp-Wege mit: die offizielle Meta-Schnittstelle oder ein selbst gehostetes WhatsApp auf dem Server.
Dahinter schaltest Du einen Bot. Der kennt Dein Unternehmen über eine kleine Wissensdatenbank, kennt Deine Regeln („Beim Stapler-Job frag nach dem Gabelstaplerschein, bevor Du anlegst”) und kann auf Deinen Google- oder Outlook-Kalender zugreifen. Bewerber schreibt Sonntag um 22 Uhr? Der Bot antwortet sofort, fragt das Wichtigste ab, legt den Kandidaten an und vereinbart direkt einen Termin. Montag 8 Uhr siehst Du am Frühstückstisch den fertigen Termin auf Deinem Handy.
Patrick sagt dazu: „Geht kein Bewerber mehr verloren.” Und genau das ist in einem Markt, in dem jeder brauchbare Kandidat sofort vom Kunden übernommen wird, überlebensnotwendig.
Muss ich mein ERP-System rauswerfen? Nein.
Eine der häufigsten Fragen, die ich bekomme. Die klare Antwort von Patrick: „Nee.” Der xPositioner hat Schnittstellen zu gängigen ATS- und ERP-Systemen. Bei webbasierten ERPs, die sich sperren, läuft die Übergabe über den Browser. Dank EU Data Act sind die Softwareanbieter übrigens verpflichtet, Dir Zugriff auf Deine Daten zu gewähren.
In der Praxis heißt das: Dein tägliches Arbeiten findet im xPositioner statt. Erst wenn ein Kandidat eingestellt ist, legst Du ihn mit Name und Adresse im ERP an — und das machst Du ohnehin erst, wenn Krankenkassenkarte und Ausweis da sind. Am Monatsende fotografierst Du den WhatsApp-Stundenzettel, der xPositioner liest ihn ein, Du bekommst eine CSV-Datei und spielst sie ins ERP. Bruttolohnabrechnung bleibt beim ERP. Punkt.
Ein Detail, das ich stark finde: Bei den Industriestunden hat Patrick einen Slider gebaut, damit Du Pausen minutengenau anpassen kannst, bis Dein Stundenzettel exakt zum Kundenstundenzettel passt. Wer schon mal eine Rechnung wegen 0,1 Industriestunden storniert bekommen hat, weiß, was das wert ist.
Für wen ist der xPositioner nichts?
Hier ist Patrick ehrlich und ich bin voll bei ihm. Finger weg, wenn Du Typ „Lebenslauf-im-Rollcontainer-verstecken” bist. Der xPositioner macht alles transparent — natürlich mit Berechtigungen nach Niederlassungen, aber innerhalb Deiner Niederlassung sehen Deine Kollegen den Prozessstand, die Farbcodes, die offenen Aufgaben. Wer sein eigenes Süppchen kochen will, wird nicht glücklich.
Und wer mit seinem bestehenden System rundum zufrieden ist und keinen Veränderungsschmerz will — der soll bei seinem Setup bleiben. Ich sag ganz ehrlich: Jede Umstellung ist erst mal eine Verschlechterung, bevor sie eine Verbesserung wird. Wie bei einer Renovierung musst Du erst die Tapeten runterreißen. Patrick sagt dazu: „Das muss ja nicht lange so schlecht sein.”
Was passiert, wenn Du Dich entscheidest? Ablauf und Preis
Du rufst an, machst einen Termin, schickst Logo und Vorlagen. Patrick baut Dir in Deinem Design die Stellenbörse auf Deine Homepage, ein Formular für Personalanfragen, Deine Kandidatenprofile, Deine Stellenanzeigen-Templates und Funnel-Landingpages für Deine Social-Media-Kampagnen. Weil er den Code selbst geschrieben hat, geht das deutlich schneller als mit externer Agentur — er kennt jede Ecke.
Dann folgt die Woche der Scharfschaltung: An vier von fünf Tagen jeweils morgens eine Stunde Schulung — Recruiting, Kundenanlage, Profilversand und Sales-Prozess, Zusammenfassung — plus eine Viertelstunde abends für die Fragen des Tages. Dazu gibt es jede Woche einen offenen Zoom-Call von 10 bis 11 Uhr, einen WhatsApp-Support und Recurian, einen KI-Chatbot, den jeder Mitarbeiter fragen kann, wo welche Funktion liegt.
Preislich: In der aktuellen Beta-Phase (noch bis Ende des Jahres) zahlst Du 250 Euro im Monat, monatlich kündbar, inklusive KI-Nutzung. Nur Bild- und Videogenerierung läuft über Selbstkosten. Patricks Setup-Stundensatz liegt bei 70 Euro — und als Hörer vom Podcast schenkt Patrick Dir zwei Stunden Einrichtung. Alles läuft übrigens DSGVO-konform auf deutschen Servern (Hetzner, Ionos, Equinix).
Häufige Fragen zum xPositioner
Was kostet der xPositioner?
In der aktuellen Beta-Phase 250 Euro pro Monat, monatlich kündbar, inklusive KI-Nutzung. Nur spezielle Funktionen wie Bild- oder Videogenerierung werden zum Selbstkostenpreis abgerechnet. Nach dem Übergang zur Version 1.0 (voraussichtlich Ende des Jahres) wird der Preis steigen, bleibt aber monatlich kündbar. Setup-Stunden bei Patrick kosten 70 Euro — über den Podcast bekommst Du zwei Stunden geschenkt.
Muss ich mein bestehendes ERP-System durch den xPositioner ersetzen?
Nein. Der xPositioner hat Schnittstellen zu gängigen ATS- und ERP-Systemen und bindet sich an Dein Bestandssystem an. Dein tägliches Arbeiten — Recruiting, Vertrieb, Disposition, Profilversand — findet im xPositioner statt. Mitarbeiterstammdaten und Bruttolohnabrechnung bleiben im ERP. Stundenzettel werden per Foto eingelesen und als CSV ans ERP übergeben.
Funktioniert der xPositioner auch auf dem Handy?
Ja. Patrick hat die App dreimal entwickelt: für Desktop, Tablet und Handy. Auf dem Handy nutzt Du Kamera und Mikrofon aktiv — Lebenslauf auf der Karrieremesse fotografieren, Kandidat ist angelegt. Oder per Sprachaufnahme diktieren, auch in Fremdsprachen wie Ukrainisch oder Arabisch. Die KI liest alles aus und erstellt den Kandidaten direkt im System.
Wie funktioniert der WhatsApp-Chatbot für Bewerber?
Du verbindest WhatsApp entweder über die offizielle Meta-Schnittstelle oder über eine selbst gehostete Variante auf dem Server. Dann aktivierst Du einen Bot mit Wissensdatenbank zu Deinem Unternehmen und klaren Regeln. Der Bot antwortet rund um die Uhr, fragt stellenbezogene Nachweise ab, legt Kandidaten an und vereinbart Termine über Deinen Google- oder Outlook-Kalender. So geht kein Bewerber mehr verloren.
Wie lange dauert die Einrichtung und was muss ich selbst tun?
Rund eine Woche bis zur produktiven Nutzung. Du schickst Logo und Design-Vorlagen, Patrick baut Homepage-Integration, Jobbörse, Formulare, Profil- und Stellenanzeigen-Templates sowie Funnel-Landingpages. Die Schulung läuft an vier Tagen mit je einer Stunde morgens und einer Viertelstunde abends. Dein Teil: Entscheidung treffen, Zeit für die Schulungen blocken und Dein Team auf die neue Transparenz vorbereiten.
Fazit
Weniger Tools, mehr Vermittlungen — genau darum geht es. Der xPositioner ist kein weiteres Werkzeug, das Du Dir dazu holst. Es ist der Versuch, die typischen fünf bis sechs Systeme in der Zeitarbeit durch ein transparentes Board zu ersetzen, in dem Recruiting, Vertrieb und Disposition in einem Fluss laufen. Patrick Knaisch hat drei Jahre Nächte und Wochenenden investiert, bringt eigene Praxiserfahrung als Prokurist mit und richtet das Tool selbst für Dich ein. Für 250 Euro im Monat in der Beta — monatlich kündbar — ist das meiner Meinung nach ein No-Brainer, zumindest zum Anschauen. Mach Dir Dein eigenes Bild. Die Branche hat was Modernes verdient.
Die ganze Folge hören
Die komplette Episode mit Patrick Knaisch findest Du als Video oben eingebettet sowie überall, wo es Podcasts gibt: Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music und Deezer. Such einfach nach „Bereit für Zeitarbeit” oder „Liebe Zeitarbeit”. Teil 1 der Folge verlinken wir in den Shownotes — da gehen wir noch tiefer auf die Entstehungsgeschichte und die technische Basis ein.
