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STAFFINGpro 2026: Warum Zeitarbeit jetzt wieder anzieht – Liebe Zeitarbeit

STAFFINGpro 2026 in Wiesbaden: Alexander R. Petsch über KI als Treiber für Zeitarbeit, neue Geschäftsmodelle und Trends der Personaldienstleistung. Jetzt reinlesen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die STAFFINGpro 2026 findet am 21. Oktober in Wiesbaden statt – mit vier Bühnen, Podcast Cube und erstmals einer eigenen Contracting Stage.
  • Alexander R. Petsch, Gründer des HRM Instituts, sieht KI-bedingte Verunsicherung als den größten Treiber für den aktuellen Aufschwung in der Zeitarbeit – noch vor dem konjunkturellen Rückenwind.
  • Rund 400 Branchenentscheider werden auf dem Pre-Event im Kurhaus Wiesbaden erwartet; Tickets gibt es im Doppelpack ab 49 Euro auf staffingpro.de.
  • Die neue „AI driven HR Tech” läuft am 9. und 10. Juni 2027 parallel zur Talent Pro in München – ein Pflichttermin für alle, die HR-Prozesse mit KI automatisieren wollen.

Mal ehrlich: Wenn ich eins in über 20 Jahren Personaldienstleistung gelernt habe, dann das – wenn eine Messe fünf Jahre lang jedes Jahr wächst, obwohl die Branche gleichzeitig durch die Hölle geht, dann macht da jemand etwas richtig. Genau darüber habe ich mit Alexander R. Petsch gesprochen, dem Gründer des HRM Instituts und Kopf hinter der STAFFINGpro, Talent Pro, Retention Pro und der neuen AI driven HR Tech. Es geht um die Messe am 21. Oktober 2026 in Wiesbaden, um den aktuellen Peak in der Zeitarbeit – und um die Frage, wofür unsere Branche in Zukunft überhaupt bezahlt wird.

Warum die Zeitarbeit gerade wieder anzieht

Es gibt diesen kleinen Peak, den viele von uns gerade spüren. Keine zweistelligen Wachstumsraten, aber nach oben – und das nach einer langen Phase, in der sich entweder nichts getan hat oder es sogar runterging. Woher kommt das?

Alexander Petsch sieht zwei Treiber. Der eine: „Wir sind ein Stück weit immer auch Vorbote und Spiegelbild der Wirtschaft mit der Steffingbranche.” Ein kleiner Aufschwung, ein bisschen Rückenwind, das stimmt. Aber der viel größere Hebel ist aus seiner Sicht etwas anderes: KI.

Und jetzt kommt der Punkt. Viele Unternehmen sitzen gerade vor einer offenen Stelle und fragen sich: Brauche ich diese Position in zwei Jahren überhaupt noch so? Wird KI die Aufgabe verändern? Welche Skills werden dann wirklich gebraucht? Alex bringt es auf den Punkt: „Flexibilität ist in dieser Zeit ein ganz hohes Gut – ein perfect fit.” Statt sich festzulegen, besetzen Firmen die Stelle lieber temporär. Für uns ist das Rückenwind, der weit über die normale Konjunkturdelle hinausgeht. Volatilität ist unser Betriebssystem – und davon haben wir in den nächsten Jahren mehr als genug.

Was die STAFFINGpro 2026 in Wiesbaden besonders macht

Die STAFFINGpro ist seit fünf Jahren die Leitveranstaltung für die Staffing-Branche in Deutschland. Gestartet mit zwei Bühnen, mittlerweile vier Bühnen plus Podcast Cube – und 2026 zum ersten Mal mit einer eigenen Contracting Stage für Operating Partner, Interim Management und Selbstständigkeit. Alex sagt dazu klar: „Alle drei Vertragsarten sind wichtig – daraus ergeben sich die Chancen für die Anbieter.”

Was mir an Wiesbaden gefällt: stressfreier Standort, gut hinzukommen, gut zu parken, entspannte Atmosphäre. Die Bühnen sind bewusst niedrig gehalten – vielleicht einen halben Meter hoch. Das klingt nach einer Kleinigkeit, aber es verändert alles. Du kommst nach dem Vortrag direkt mit den Speakern ins Gespräch. Keine Praktikanten an den Ständen, sondern Geschäftsführer, strategische Köpfe, Vertriebsleiterinnen und Vertriebsleiter. Genau die Leute, mit denen Du reden solltest, wenn Du Dein Business weiterbringen willst.

Dazu kommt das Pre-Event am Vorabend im Kurhaus Wiesbaden mit rund 400 Branchenentscheidern. Es gibt noch Resttickets – nach Alex’ Stand etwa anderthalb Tische, also 10 bis 15 Plätze. Wer dabei sein will, sollte sich beeilen.

Vier Themen, wegen denen Du kommen solltest

Alex hat vier klare Blöcke benannt, die 2026 das Programm prägen.

KI wird operativ. Es geht nicht mehr um „was kann KI”, sondern um „wie setze ich es ein, was verändert das”. Mit Speakern wie Corinna Hammerstingl, Felix Adam und Pia Tischer sind Leute auf der Bühne, die wirklich implementieren – nicht nur drüber reden.

Zeitarbeit als strategische Chance. Spannendes Panel: „Flexibel arbeiten mit sicherem Job” mit Petra Füller von der Bundesagentur für Arbeit und Dr. Christoph Kahlenberg von Randstad. Perspektivwechsel inklusive.

Vertrieb im Staffing. Die Zeiten, in denen wir Bewerber nur noch verteilen durften, sind vorbei. Simone Straub, Oliver Saul und Ute Muster gehen der Frage nach: Woher kommen künftig die Aufträge?

Wofür wird Staffing künftig bezahlt? Das ist für mich die Kernfrage. Abschlusskeynote hält Bill Boorman – Alex nennt ihn „einen Popstar der Recruiting- und Talent-Management-Szene”. Seine These: Wenn KI die Reibung bei Sourcing, Matching, Outreach und Follow-up beseitigt, muss die Personaldienstleistungsbranche ihre Wettbewerbsvorteile neu definieren. Allein für diesen Vortrag lohnt sich die Fahrt nach Wiesbaden.

KI-Agenten als neues Geschäftsmodell für Personaldienstleister

Das ist ein Punkt, bei dem ich hellhörig geworden bin. Alex berichtet, dass es auf der STAFFINGpro 2025 schon Staffing-Anbieter gab, die KI-Agenten vermieten – als eigenes Geschäftsmodell. Nicht Mitarbeiter, sondern digitale Agenten. „Ich glaube, dass die Staffingbranche in dem Segment eine gute Chance hat – einen viel besseren Marktzugang als andere.”

Machen wir uns nichts vor: Das ist eine völlig neue Wertschöpfung. Du hast den Kunden, Du kennst den Prozess, Du weißt, wo welche Aufgabe sitzt. Warum sollte dann jemand anderes den KI-Agenten liefern? Das ist genau der Beratungs- und Lösungsansatz, den ich seit Jahren propagiere. Weg vom reinen Kopfverkauf, hin zur Lösung des Kundenproblems – egal, ob die Lösung aus Fleisch und Blut besteht oder aus Code. Wer das verschläft, überlässt das Feld anderen.

Warum sich die Personaldienstleistung neu erfinden muss

Alex hat eine Zahl mitgebracht, die mich echt nachdenklich gemacht hat. Vor 30 Jahren schätzte er die Zahl der HRler in Deutschland auf 75.000 bis 90.000. Heute: rund 350.000. Seine Prognose für die kommenden fünf Jahre? Zurück auf 90.000. Das klingt dramatisch – ist aber genau unsere Chance.

Denn wenn in den Personalabteilungen massiv ausgedünnt wird, bleiben Prozesse übrig, die trotzdem laufen müssen. Rekrutierung, Abrechnung, Administration, Employer Branding, Vertriebsunterstützung. Alles Dinge, die wir als Personaldienstleister jeden Tag machen. „Wir wissen, wie wir Kandidaten begeistern – warum teilen wir unser Wissen nicht?”, frage ich mich ehrlich. Da liegt riesiges Potenzial, wenn wir uns trauen, mehr in die Beratung reinzugehen.

Und bei aller KI: Es bleibt ein People Business. Ein Kandidat entscheidet sich am Ende nach dem persönlichen Gespräch, weil er ein Gefühl für die Person und die Firma hat. Das kann keine Maschine. Aber die Prozesse drumherum – die werden digital. Und wer sich auf der STAFFINGpro umschaut, sieht genau die Tools, die dabei helfen.

Daniels Praxistipps für Deinen Messebesuch

Ich geh seit Jahren auf Messen. Hier ist, was wirklich zählt:

Komm offen rein. Lass Dich inspirieren. Sprich Menschen an – gerade die, die Du noch nicht kennst. Alex sagt es richtig: „Du kannst jeden ansprechen, jeden anquatschen.” Senk nicht den Kopf, nur weil Du niemanden erwartest. Vielleicht ist genau der eine Kontakt dabei, der Dein Business ab Montag verändert.

Plan eine Übernachtung ein, auch wenn Du nicht zum Pre-Event gehst. Bleib bis abends, nutze die Zeit für Gespräche. Fahrt zu zweit, aber verteilt Euch auf der Messe – ihr schafft doppelt so viel. Beim Essen seht ihr Euch wieder.

Und noch was: Viele Aussteller launchen ihre neuen Features bewusst auf der STAFFINGpro. Index, Epsco, Hire, Bullhorn, MY Solution, Zvoove, Compleet, Coveto, Mona AI, Quantify4You, Beiner, MyHR, IZS – die Liste ist lang. Dazu Indeed, LinkedIn, XING, Kununu. Guck Dir die Stände an, stell Fragen, lass Dir zeigen, was läuft.

Blick nach vorn: AI driven HR Tech in München 2027

Alex hat schon das nächste Projekt am Start. Die „AI driven HR Tech” findet am 9. und 10. Juni 2027 im MTC München parallel zur Talent Pro statt – ein Ticket, beide Messen. Fokus: Welche HR-Prozesse lassen sich mit KI wirklich automatisieren? Von Learning über Recruiting bis Administration.

Spannend wird die Frage: Wie KI-ready sind die Lösungen am Markt wirklich? Alex unterscheidet klar zwischen „AI First Companies” wie Mona AI, die ihre Lösung konsequent von der KI aus denken, und Anbietern, die „irgendwie eine ChatGPT-Anwendung als zusätzlichen Suchschlitz eingebaut haben”. Der Unterschied ist riesig. Wer 2027 noch mitspielen will, sollte diesen Termin im Kalender haben.

Häufige Fragen zur STAFFINGpro 2026

Wann und wo findet die STAFFINGpro 2026 statt?

Die STAFFINGpro 2026 findet am 21. Oktober in Wiesbaden statt, mit Pre-Event am 20. Oktober im Kurhaus Wiesbaden. Tickets gibt es auf staffingpro.de – im Doppelpack ab 49 Euro pro Person. Für das Pre-Event sind noch rund 10 bis 15 Plätze verfügbar.

Für wen lohnt sich die STAFFINGpro?

Zielgruppe sind Entscheidungsträger aus den Bereichen Temp, Perm und Contracting: Geschäftsführer, Recruiting-Verantwortliche, Operations-Leiter, Technologie-Verantwortliche sowie Personalvermittler. Wer Verantwortung in einem Staffing-Unternehmen trägt und wissen will, wo die Reise hingeht, ist richtig.

Warum wächst die Zeitarbeit 2026 wieder?

Zwei Gründe: ein leichter konjunktureller Aufschwung und – wichtiger – die Verunsicherung durch KI. Viele Unternehmen besetzen Stellen lieber temporär, weil sie nicht wissen, wie sich Aufgaben und benötigte Skills in den nächsten Jahren verändern. Flexibilität ist in volatilen Zeiten ein hoher Wert, und das spielt der Zeitarbeit direkt in die Karten.

Was ist neu auf der STAFFINGpro 2026?

Neu ist eine eigene Contracting Stage mit Themen wie Operating Partner, Interim Management und Selbstständigkeit. Dazu gibt es den Staffing Leader Award am Vorabend, dieses Jahr an Konstanze Buchheim. Die Preisträger der letzten Jahre – Sven Hennige (Robert Half), Philipp Riedel (Jörg) und Florian Wiedner (Aristo) – sind ebenfalls vor Ort.

Was ist der Unterschied zwischen STAFFINGpro und Talent Pro?

Die STAFFINGpro richtet sich zu 100 Prozent an Personaldienstleister und Staffing-Unternehmen. Die Talent Pro adressiert dagegen Recruiting-, Employer-Branding- und Talent-Management-Verantwortliche aus Wirtschaft und Verwaltung – also die Kunden der Personaldienstleister. Deshalb ist die Talent Pro als Aussteller auf der STAFFINGpro vertreten.

Werden KI-Agenten die Zeitarbeit verdrängen?

Nein – im Gegenteil. KI-Agenten eröffnen Personaldienstleistern ein neues Geschäftsmodell. Erste Staffing-Anbieter vermieten KI-Agenten bereits an ihre Kunden. Die Branche hat durch den direkten Marktzugang gute Chancen, diese Wertschöpfung mitzugestalten, statt sie Tech-Anbietern zu überlassen.

Fazit

Die STAFFINGpro 2026 kommt zum richtigen Zeitpunkt. Die Zeitarbeit zieht wieder an, KI verändert gleichzeitig unsere Branche von Grund auf, und wir müssen uns ehrlich fragen, wofür wir in fünf Jahren noch bezahlt werden. Alexander Petsch und sein Team haben in Wiesbaden ein Format geschaffen, in dem genau diese Fragen diskutiert werden – auf Augenhöhe, mit den richtigen Köpfen, in entspanntem Rahmen. Mein klarer Rat: Hol Dir ein Ticket, komm vorbei, sprich mich an. Wir sehen uns am 21. Oktober im Podcast Cube – ich freue mich auf jedes Gespräch.

Die ganze Folge hören

Die komplette Episode 877 mit Alexander R. Petsch findest Du auf YouTube in der Video-Version sowie bei Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music und Deezer. Reinhören lohnt sich – im Gespräch gibt es noch mehr Details zu Programm, Speakern und der Zukunft der Staffing-Branche.

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