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Wie gründe ich eine Zeitarbeitsfirma und bekomme die AÜG-Erlaubnis?

Eine Zeitarbeitsfirma gründest Du in der Regel in vier Schritten: Rechtsform wählen (meist GmbH), Gesellschaft gründen und ins Handelsregister eintragen, die AÜG-Erlaubnis bei der zuständigen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit beantragen und parallel Vertrieb, Recruiting und Software aufbauen. Die Bearbeitung der Erlaubnis dauert realistisch drei bis vier Monate. Daniel Müller von Liebe Zeitarbeit hat selbst gegründet und begleitet Gründer von der Idee bis zum ersten Einsatz.

Die vier Schritte zur eigenen Zeitarbeitsfirma

Realistisch solltest Du von der Idee bis zum ersten Mitarbeiter drei bis sechs Monate einplanen.

Vor der Gründung solltest Du Dein Geschäftsmodell klären. Arbeitnehmerüberlassung bietet planbare, wiederkehrende Umsätze, erfordert aber Vorfinanzierung und eine AÜG-Erlaubnis. Personalvermittlung hat geringere laufende Kosten, aber unregelmäßigere Einnahmen. Viele starten mit Arbeitnehmerüberlassung und ergänzen später Vermittlung, oder umgekehrt.

Eine weitere Möglichkeit ist Franchise. Im Blog wird beschrieben, wie Gründer mit einem Franchise-Netzwerk selbstständig werden, ohne allein zu sein. Im LZ Kompass gibt es dafür eine eigene Kategorie.

  1. Rechtsform wählen, meist eine GmbH.
  2. Gesellschaft gründen und ins Handelsregister eintragen lassen, das dauert etwa zwei bis vier Wochen.
  3. AÜG-Erlaubnis bei der zuständigen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit beantragen.
  4. Parallel Vertrieb, Recruiting und Software wie ERP, ATS und CRM aufbauen.

Unterlagen für die AÜG-Erlaubnis

Die Bearbeitung dauert realistisch drei bis vier Monate. In Einzelfällen geht es schneller, plane aber lieber großzügig. Nach der Erteilung folgen Meldungen und Statistiken, die Du als Verleiher abgeben musst.

Mit der Erlaubnis beginnt die laufende Verantwortung. Du musst Meldungen und Statistiken abgeben, die für Verleiher vorgeschrieben sind, und Dich auf Prüfungen der Bundesagentur für Arbeit einstellen. Im Podcast ging es um die jährliche Aktenprüfung und die Verlängerung der Erlaubnis, und Edgar Schröder erklärte, worauf die BA bei der AÜG-Prüfung 2026 achtet.

Rechtssicher von Anfang an heißt: AÜG-Erlaubnis, Tarifbindung und Arbeitsverträge sauber aufsetzen. Auf der Gründungsseite findest Du außerdem Hinweise zu Verrechnungssätzen und Factoring, damit Du nicht in die Liquiditätsfalle tappst.

  • Gewerbeanmeldung
  • Handelsregisterauszug
  • Führungszeugnis
  • Auskunft aus dem Gewerbezentralregister
  • Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Finanzamt, Krankenkasse und Berufsgenossenschaft
  • Liquiditätsnachweis

Kapital und Finanzierung

Plane mindestens 50.000 bis 100.000 € ein: 25.000 € Stammkapital für die GmbH, Notar- und Beratungskosten, IT, Büro, Marketing und vor allem die Vorfinanzierung der Löhne. Du zahlst Deine Mitarbeitenden, bevor Deine Kunden Dich bezahlen. Factoring kann diese Lücke schließen: Du verkaufst Deine Rechnungen an einen Factoring-Anbieter und bekommst sofort Geld. Anbieter findest Du im LZ Kompass.

Selbst gründen oder eine GmbH mit Erlaubnis kaufen

Statt Monate auf die eigene Erlaubnis zu warten, kannst Du eine echte Gesellschaft mit bestehender Erlaubnis übernehmen und direkt starten. Wichtig: Eine Vorratsgesellschaft mit fertiger AÜG-Erlaubnis in der Schublade gibt es nicht. Die Erlaubnis ist an das Unternehmen und die handelnden Personen gebunden. Seriös ist der Kauf einer echten Gesellschaft mit Anzeige des Wechsels bei der Behörde. Der Rechner „Kaufen oder selbst beantragen“ hilft Dir beim Vergleich.

Für die Gründung brauchst Du verschiedene Partner: Notar, Steuerberater, Anwalt, Factoring, Software und Versicherungen. Im LZ Kompass findest Du Anbieter für diese Themen. Daniel kennt viele von ihnen persönlich und hilft Dir, die passenden Ansprechpartner zu finden, damit Du nicht mit allen Entscheidungen allein bist. Die verlinkten Gründungsinhalte, das Buch und das Erstgespräch bieten Dir unterschiedliche Einstiege in Deine Vorbereitung.

Vertrieb und Software ab dem ersten Tag

Der Vertrieb sollte ab Tag eins laufen, noch bevor Du die Erlaubnis hast. Ohne Kunden keine Mitarbeitenden, ohne Mitarbeitende kein Umsatz. Gleichzeitig empfiehlt die Gründungsseite ein ERP-System für Disposition und Lohnabrechnung, ein ATS für das Recruiting und ein CRM für den Vertrieb. Denk außerdem an Equal Pay: Nach neun Monaten Einsatz beim gleichen Kunden muss der Zeitarbeitnehmer das gleiche Entgelt erhalten wie vergleichbare Stammmitarbeiter.

Das Buch und die Begleitung durch Daniel Müller

Im Buch „Bereit für Zeitarbeit“, das Daniel Müller gemeinsam mit Alexander Hölzemer geschrieben hat, geht es um Gründung, Vertrieb, Recruiting, Disposition, Führung und KI-Strategien. Das Buch ist in 2. Auflage erschienen und enthält einen QR-Code zum kompletten Hörbuch.

Für den persönlichen Einstieg gibt es die Gründer-Erstberatung: 30 Minuten per Zoom für 149 € zzgl. MwSt. Entscheidest Du Dich danach für die Gründungsbegleitung, wird der Betrag voll angerechnet.

In der Gründer-Erstberatung geht es meist um dieselben Themen: Wie viel Geld muss ich investieren und wie finanziere ich den Start? Welche Rechtsform passt? Wie läuft der Antrag auf die AÜG-Erlaubnis und wie lange dauert er? Selbst gründen oder eine Firma mit bestehender Erlaubnis kaufen? Wo gibt es Förderung? Auf der Gründungsseite findest Du 20 Fragen mit Antworten, die sich jeder Gründer stellt.

Belege

Quellen und weiterführende Seiten

Häufige Fragen

Wie lange dauert die AÜG-Erlaubnis?

Realistisch drei bis vier Monate. Von der Idee bis zum ersten Mitarbeiter solltest Du drei bis sechs Monate einplanen.

Wie viel Startkapital brauche ich?

Plane mindestens 50.000 bis 100.000 € ein, davon 25.000 € Stammkapital für die GmbH und vor allem Geld für die Vorfinanzierung der Löhne.

Wo beantrage ich die AÜG-Erlaubnis?

Bei der zuständigen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

Kann ich eine Firma mit fertiger Erlaubnis kaufen?

Ja, eine echte Gesellschaft mit bestehender Erlaubnis. Eine Vorratsgesellschaft mit fertiger Erlaubnis in der Schublade gibt es nicht.

Was kostet die Gründer-Erstberatung?

149 € zzgl. MwSt. für 30 Minuten per Zoom. Bei anschließender Gründungsbegleitung wird der Betrag voll angerechnet.

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